Der Stamm der Strahlies

Heute fand die Simulation meiner Verstrahlung statt.

Guter Dinge, trotz 4-tägiger kirschenunüblicher Schweinchen-Katzenwäsche am Rumpf, um die Krickelkrakel zielscheibenähnlichen Zeichnungen nicht wegzuwaschen, düst die sonst so reinliche Kirschenhülle Richtung Uniklinikdschungel. Boah, wat für n Satz, hahahhahaa.

Ich erreiche den Stamm der Strahlies leicht gestresst, weil ich keinen Parkplatz gefunden habe und mir obendrein noch fast die Blase geplatzt wäre, puhhhhhhh - eijeijei, war echt knapp.

Strahliedomizil

"Frau Kirsche bitte!"
Der Strahlenhäuptling ruft mich rein!
Er hält mir nen Zettel hin, worauf in Stammessprache geschrieben steht, dass ich ab Dienstag die volle Dröhnung erhalte.
"Wat Dienstag? Warum erst Dienstag?" DARUM Dienstag!!!!!!
Ich glaube ich hab mich gerade verhört! "Darum" ist die kleine Schwester von Scheiße und wird als Antwort nicht akzeptiert.
Ich entgegne dem Strahlenschamanen in feinstem schwäbisch: "Ja, wie jetzt - sie sind heute morgen aber lustig". Ich habe sie gerade ordentlich und lieb gefragt (geradezu selbstverständlich ziehe ich langsam die Augenbrauen nach oben, senke das Kinn Richtung rechter Schulter und beginne mit den falschen Wimpern zu klappern). Das ist übrigens das Ergebnis des VHS Kurses "Tipps für bedienerunfreundliche schwer zu knackende Stammesoberhäupter". Wat soll ich sagen.......nennt mich doch einfach die Strahlenkirschkernknackerin, hahahhaha.

Ab jetzt läuft unsere Unterhaltung flüssig und sehr zufriedenstellend. "Sie können mich immer alles fragen, Frau Kirsche". Das setze ich auch sofort um:
Ich erfahre alles über Wartungsgepflogenheiten, Hersteller, Strahlenintensität, Bauweise, Zielgenauigkeit, Fehleranzeigen und ganz viel Zeug, das ich mir nicht merken konnte, tzzzzzz. 
Der VARIAN aus USA :-)

Das Ungetüm hängt direkt über meinem nackten Rumpf. Diverse Laserlinien tänzeln auf meiner nackten Haut. Es schwenkt und dreht. Der Strahlenmedizinmann hat aus Sicherheitsgründen den Raum verlassen. Ich darf mich nicht bewegen und fühle mich ausgeliefert. Nackt und auf dem Kopf das Fell eines Hundewelpen. Meine türkisfarbene Mütze hängt an der Garderobe .
 
Hilfe, ich brauche ne Haartransplantation.....hört denn das nie auf, heul!

"So, Kirschen Sherlock Holmes, bitte noch ruhig liegen bleiben." Der Strahlenguru jagt mir 4 Tattoopunkte unter die Haut. Anzeichnen von Dartscheibenlinien entfällt. Der "Strahlenautomat" wird sich jeden Tag an diesen Tattoos orientieren. Die Geruchsbelästigung, aufgrund mangelnder Körperhygiene, war den "Radio-Junkies" zu heftig. Das Tattoopunkteverfahren ist DIE Errungenschaft der Strahlenforscher, hahahahaha.

Ich spare mir am Ende der Prozedur die Frage, ob er mir gerade mit nem lösungsmittelhaltigen Krebsedding auf der Haut rumsudelt. Scheiß drauf!
Weiter liegt mir die Frage auf der Zunge, ob die mir nen schwarzen Hautkrebs diagnostizieren, wenn sie in 3 Jahren diese 4 Punkte entdecken. Auch hier gilt - n fettes Popoei drauf geboren!

Ich darf mich wieder anziehen, aaaaaber so ganz sicher bin ich mir nicht, was die wartenden Leute draußen gedacht haben, als die unser schallendes Gelächter durch die Bambuswände der Strahlenhütte gehört haben. Die dachten sicher, da drinnen findet n Strahlenquicki statt - pfui, zwinker, zwinker :-)

Taaadaaaaaaa, mein leicht verstrahltes Tagesfundstück: 
repost ;-)
 
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